Gespräch der Bezirksvorsitzenden aus dem Ortenaukreis mit Landrat Frank Scherer bei Familie Lemminger in Achern-Mösbach

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Das dritte Pflanzmobil der LandFrauenbezirk Achern brachte Pflanzen ins Ahrtal

 

Über ein Jahr liegt die verheerende Flut im Ahrtal zurück. Einiges wurde getan, aber es gibt noch viel zu tun. Gleich mit zwei Transportern fuhren die LandFrauen aus dem Bezirk Achern mit den Ortsvereinen Fautenbach, Lauf, Oberachern und Sasbachwalden und zahlreichen Pflanzen an die Ahr. Schon im Frühjahr hatten sie zwei Fahrten mit Pflanzen ins Ahrtal unternommen. Damals wie heute war die Freude groß. Am ersten Tag halfen die sieben Frauen und Männer sogar die mitgebrachten Pflanzen in einem großen Gartenstück in Insul direkt an der Ahr zu pflanzen. Die Flut hatte alles mitgenommen. Jetzt stehen wieder Walnuss-, Apfel-, Birn- und Quittenbäume auf dem Grundstück. Him-, Brom-, Johannis- und Heidelbeeren zieren den Nutzgarten. Die Besitzerinnen dankten mit einem warmen Mittagessen, Kaffee und Kuchen den Helfern. Am zweiten Tag ging es zuerst nach Müsch. Bestellte Pflanzen und Stauden wurden bei der Kirche von dem Einwohnen dankend abgeholt. In der Kirche selbst stehen schon Blumen von den Pflanzen, die bei der zweiten Lieferung ins Ahrtal gegangen waren. Danach ging es weiter nach Antweiler. Auch hier war der Andrang groß. Kinder und Erwachsene suchten mit leuchtenden Augen Pflanzen für ihre Gärten aus. In allen Orten gab es ein großes Hallo und eine große Herzlichkeit. Freundschaften sind entstanden, die nun beim mittlerweile vierten Besuch vertieft wurden. Unermüdlich ist auch der Einsatz der Bürgermeister und Ortsvorsteher vor Ort. Diese unterstützten die LandFrauen gerne. Viel muss noch getan werden, wie zum Beispiel in der Infrastruktur. Manch einer hat noch kein Telefon, andere können noch nicht zurück in ihre Häuser und manche Straße und Brücke ist noch nicht wiederhergestellt. „Und hast Du Deine Heizung schon?“ „Ja, endlich seit letzter Woche“, sagt eine Einwohnerin in Müsch. Das ist nicht selbstverständlich, andere warten noch. Man behilft sich mit Heizlüftern, aber das kostet. Und bei der Fahrt zurück geht es vorbei an vielen zerstörten Häusern, Straßen und Brücken. Sieht manches auf den ersten Blick schon neu aufgebaut aus, tun sich dahinter Gräben auf. Ein richtiger Schock ist Mayschoß. Hier scheint fast noch gar nichts passiert. Hilfe ist weiterhin notwendig. Auch die LandFrauen des Bezirks Achern werden in Kontakt bleiben mit den Einwohnern im Ahrtal und mit den Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, helfen. Mag es nur ein Tropfen auf einem heißen Stein sein, so bringt er doch Freude und etwas Glück zu den von den Flut Betroffenen. Diese senden ein großes Dankeschön zurück an alle Helfer und Spender.


Tolles Wetter und tolle Stimmung bei Wanderung in Lauf

 

Der goldene Oktober sorgte für eine tolle Wanderung der LandFrauen des Bezirks Achern in Lauf. Hortense Döbele, stellvertretende Bezirksvorsitzende, aus Lauf hatte die Wanderung organisiert und vorbereitet. Dazu hatte sie die Idee zu einem fix und fertig gepackten Picknickrucksack. Zwei Personen teilten sich einen. Alle trafen sich bei Edeka Droll. Von dort ging es mit Hortense Döbele und ihrem Ehemann Willi Droll los Richtung Glashütte. An diesem schönen Herbsttag war es ein besonderes Erlebnis am Laufbach entlangzuwandern. Kastanien wurden gesammelt und verschiedene Pilze bewundert. Eine erste kurze Pause fand am Wasserkraftwerk statt, bei dem einige nicht widerstehen konnten, das dortige Kneippbecken auszuprobieren. Das kühle Wasser tat gut und tatkräftig ging es weiter. In der Spitzbuckelbrauerei erwarteten die Wanderer Helga und Thomas Bäuerle mit einem Glas Spitzbuckelbier. Was gleich zu einer größeren Pause einlud. Das mitgebrachte Unterwegs-Buffet wurde ausgepackt und mit Genuss verzehrt. Willi Droll spielte noch kurz zur Unterhaltung auf seiner Mundharmonika und dann wurde die Wanderung fortgesetzt. Vorbei am Hardsteinhaus war der nächste Halt die Burg Neuwindeck. Bei dem großartigen Rund- und Ausblick wurden die letzten Reste aus dem Rucksack verzehrt.


Ehrung von Rosa Karcher und Kerstin Mock

Rosa Karcher, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden wurde am Freitag, 30.09.2022 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart-Bad Cannstatt mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württembergs ausgezeichnet. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, MdL überreichte im Namen von Ministerpräsident Kretschmann die höchste Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. Der Verdienstorden wird für herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg verliehen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. „Rosa Karcher hat sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl, für die Landwirtschaft, für den Ländlichen Raum ehrenamtlich eingesetzt. Ihre Arbeit war immer eine Arbeit mit den Menschen und für die Menschen. Die Interessen der Frauen im Ländlichen Raum und in der Landwirtschaft sind ihr seit jeher eine Herzensangelegenheit. Die Themen Bildung und Weiterbildung von Frauen im Ländlichen Raum, die soziale Sicherung der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sind die Themen, für die sich Rosa Karcher seit jeher besonderes stark macht“, betonte der Minister in seiner Laudatio.

Vizepräsidentin Kerstin Mock erhielt die Staatsmedaille in Gold. Diese Auszeichnung geht an Persönlichkeiten, die sich um die Landwirtschaft, die Ernährungswirtschaft, den Ländlichen Raum und um die Forstwirtschaft in außergewöhnlicher Weise verdient gemacht haben. „Sie bringen die Perspektive der Frauen auf den Höfen in agrar- und sozialpolitischen Diskussionen ein und machen sich für ein verändertes Rollen- und Selbstverständnis der Frauen in der Landwirtschaft stark. Sie schlagen erfolgreich die Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und führen einen konstruktiven, zielführenden Dialog“ lobte Hauk das Engagement von Kerstin Mock für die Frauen im ländlichen Raum und den bäuerlichen Berufsstand.

Der Ehrungsabend auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest hat eine lange Tradition. „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind wichtige Säulen einer aktiven Gesellschaft“, erklärte Minister Hauk in seiner einleitenden Rede. „Wir leben in einer krisenbehafteten Zeit mit vielfältigen globalen Herausforderungen. Gerade in dieser Zeit brauchen wir Persönlichkeiten, die nicht ihr Eigeninteresse in den Vordergrund stellen, sondern sich in Verbänden, Vereinen oder berufsständischen Organisationen für andere und die Gesellschaft einsetzen. Gerade diese Persönlichkeiten machen unser Land Baden-Württemberg besonders reich“, so Hauk, „die heute ausgezeichneten Frauen und Männer sind das wahre Rückgrat unserer Gesellschaft und mit ihren besonderen Verdiensten Vorbilder für uns alle. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung“.

 


Das Ahrtal blüht wieder auf

 

Sanft plätschert die Ahr durch ihr Bett, vorbei an zerstörten Gärten, Feldern und Häusern. Dass dieses Flüsschen im letzten Jahr so viel Zerstörung ins Ahrtal gebracht hat, ist kaum zu glauben. Noch immer kämpfen die Menschen mit den Auswirkungen der Flut vom 14. und 15. Juli letzten Jahres. Am Wochenende fuhr ein Ford Transit voll mit Stauden, Blumen, Zimmerpflanzen und vielem mehr mit LandFrauen des Bezirks Achern aus den Ortsvereinen Fautenbach, Lauf, Oberachern und Sasbachwalden ins Ahrtal. Großzügige Pflanzenspenden von Renchen bis nach Bühlertal sowie zahlreiche Geldspenden unter anderem vom Weltgebetstag der Frauen aus Ottenhöfen und Renate Knapp machten dies möglich. Unter dem Motto „Lust auf Zukunft 4.0. – wir blühen auf“ machte sich das Pflanzmobil daran am ersten Tag verschiedene Dörfer zu besuchen. Doch zuerst galt es eine Familie mit vier erwachsenen Kindern, deren Partner und Kinder zu besuchen. Diese hatten sich große Zimmerpflanzen und einige dichtmachende Stauden gewünscht. Sie hatten ihr Haus vor der Flut erst entkernt und saniert. Der neue Anbau wurde total zerstört und in Keller sowie Erdgeschoss stand das Wasser. Auch das Auto des Sohnes war vom Wasser mitgerissen worden. Mit Hilfe von vielen Freunden und Familienmitglieder konnte schließlich ein neuer Anbau gebaut werden, das Erdgeschoss ist immer noch nicht bewohnbar. Geld zum Wiederaufbau hatten sie vom Kreis erhalten, aber auch vom Arbeitgeber. Doch ohne die die tatkräftige Hilfe ihrer Freunde wären sie heute noch nicht so weit. Bei nicht allen ist bisher Geld angekommen. Allein 37 Seiten mussten beziehungsweise müssen online ausgefüllt werden. Was für viele Menschen einfach nicht funktionierte, denn WLAN geschweige denn Internet gab es lange Zeit in vielen Orten nicht. Ebenso hatten viele ihre ganzen Papiere und Ausweisdokumente in der Flut verloren.  Und auch jetzt fühlen sich Menschen allein gelassen. 10 Monate nach der Flut ist vielerorts die Zerstörung noch zu sehen. Die Landfrauen verteilten nicht nur Pflanzen und Geldspenden an die Flutbetroffenen, sondern sprachen auch mit Ihnen. Traumatische Erlebnisse wurden offenbar. Einiges ist schon aufgebaut wie die Jugendherberge in Bad Neuenahr. Innen modern ausgestattet, blüht es in den Außenanlagen und viele neue Plätze und Spielgeräte warten auf die Gäste. Doch gegenüber, am anderen Flussufer hat sich augenscheinlich nichts getan. Auf der anderen Seite steht noch die Don-Bosco-Schule, eine Förderschule. Sie soll abgerissen werden. Auf dem Weg nach Insul sahen die Frauen auch viele neue Häuser, aber auch Häuser, die immer noch nicht bewohnbar sind. Das Wasser der Ahr schimmert immer wieder durch Bäume und Sträucher. Gerad einmal den Knöchel könnte man mit dem Wasser bedecken, wenn man sich bei dem heißen Wetter abkühlen wollte. Mindesten 30 Frauen und Männer warteten in Insul auf das Pflanzmobil. Hier hatte es große Gärten weggeschwemmt. Viele waren bis zur Flut Selbstversorger. Noch ist der Boden teilweise nicht bereit für Pflanzen. „Es fehlt noch Muttererde“, sagt eine Frau. Sie und ihre Familie hatten ihr Haus nach 11 Jahre Miete einen Tag vor der Flut gekauft. Das ganze Erdgeschoss mit allen Wohn- und Schlafräumen stand unter Wasser, das neue Gartenhaus, ausgestattet mit Möbeln, mit einem Gewicht von 1.000 Kilogramm wurde von der Flut mitgerissen. Während dem Wiederaufbau lebten sie in einem Wohnwagen. Der Sohn geht heute noch nicht über neugebaute Brücke. Erst vor kurzem sind sie wieder ins Haus gezogen. Der Garten braucht noch Mutterboden, aber in Töpfen möchte sie wenigstens jetzt eine kleine Oase mit Blüh- und Nutzpflanzen schaffen. So geht es vielen in Insul. In manchen Gärten muss erst einmal eine Gründüngung für guten Boden sorgen und es fehlt auch Mutterboden. Die Gemeinde Schuld war von der Flut schwer getroffen. Bei einer Fahrt durch den Ort waren die LandFrauen tief betroffen. Häuser, die noch nicht bewohnbar sind, dort sieht man wie hoch die Flut war, Straßen, die nicht mehr da sind und zwischen zwei Häusern tiefe Löcher. Nur noch Teile vom Keller sind zu sehen und Kinder spielen im Schutt und Staub. An dem Platz an dem die Frauen die Pflanzen an die vielen Betroffenen verteilten, standen früher Häuser, war ein Rastplatz mit Bäumen und ein Tennisplatz. Die Straße lässt sich nur noch erahnen. Es ist fast wie bei den Bildern der zerstörten Häuser aus dem Ukrainekrieg, nur ist hier alles schon vorbei. Der Wiederaufbau dauert. Die Menschen dort freuen sich über die Pflanzen. Damit schaffen sie sich ihren eigenen kleinen Glücksplatz, auch wenn das Haus nicht mehr steht. Neben den Erwachsenen verarbeiten ebenso die Kinder ihren traumatischen Erlebnissen mit einem Hochbeet. Die glücklichen Gesichter zu sehen, war Lohn genug für die LandFrauen aus dem Bezirk Achern. Die Herzlichkeit der Menschen berührte. Einige Geschichten trieben Tränen in die Augen, wie von dem Mann, der nach einem arbeitsreichen Leben, alles durch die Flut verloren hatte, heute im Wohnwagen lebt und dann noch erfahren hatte, dass er Krebs im Endstadium hatte. Oder die Geschichten über den Vater, der sein Kind hat sterben sehen und nicht helfen konnte. Am zweiten Tag ging es dann zum Pflanzentag nach Insul. Dort wurden die restlichen Pflanzen sowie Samen verteilt. Unterstützung erhielten die Frauen aus dem Schwarzwald hier von Ingrid Strohe, der Vorsitzenden des LandFrauen-Kreisverbandes Ahrweiler. Gerne wären die Frauen noch in weitere Orte gefahren wie zum Beispiel nach Müsch. Doch die Zeit fehlte. Aber die Menschen dort sind nicht vergessen und die Landfrauen werden versuchen, dass auch hier mit Pflanzen oder Geldunterstützung wieder Gärten blühen.


Zum Internationalen Frauentag am 8. März:

Mehr Frauen in die Politik: Vereinbarkeit von Kommunalpolitik und Familie

 

„Um noch mehr Frauen für kommunalpolitische Mandate zu gewinnen, braucht es eine bessere Vereinbarkeit des politischen Engagements mit der Familie und dem Beruf“ fordert Rosa Karcher, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden zum internationalen Frauentag.

 

Frauen sind in der Kommunalpolitik nach wie vor stark unterrepräsentiert. In den baden-württembergischen Gemeinderäten liegt der Frauenanteil bei rund 27 Prozent und im Kreistag bei etwa 23 Prozent. Karcher unterstreicht: „Frauen bringen andere Themen und Fragen in die Politik ein, wodurch sich die Bandbreite der politischen Diskussion maßgeblich erweitert. Sie haben andere Erfahrungswerte und einen anderen Blick auf die Lebenswirklichkeiten, Bedarfe und Herausforderungen vor Ort. Um ein umfassendes Bild zu erhalten und richtige Entscheidungen treffen zu können, braucht es in den Gremien unbedingt auch den Blick der Frauen“.

 

Ein Grund, warum Frauen ein politisches Amt scheuen, ist der Faktor Zeit. Nicht zuletzt die Pandemie hat deutlich gezeigt: Die Care-Arbeit lastet nach wie wir immer noch zu einem Großteil auf den Schultern der Frauen, sie haben daher ein geringeres Zeitbudget für die Wahrnehmung politischer Arbeit als Männer. „Wenn eine Frau sich um Kinder, Haushalt und pflegebedürftige Angehörige kümmern muss und berufstätig ist, dann bleibt nicht mehr viel Zeit übrig, um sich in einem politischen Gremium zu engagieren“ so die Präsidentin. Der LandFrauenverband Südbaden fordert, dass die Rahmenbedingungen für ein politisches Engagement in den Kommunen familienfreundlicher gestaltet werden - etwa durch ein besseres Zeitmanagement von Sitzungen sowie den Ausbau einer bedarfsgerechten Infrastruktur für die Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen während der Wahrnehmung kommunalpolitischer Termine. „Damit wäre schon ein wichtiger Schritt getan, um den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen zu erhöhen“ betont Karcher.

 


Unwetterkatastrophe - LandFrauen helfen in der Not!

Aufruf des Deutschen LandFrauenverbandes


Deutschlandweites Engagement: Jung, modern, Landfrau

| tagesschau.de - https://www.tagesschau.de/inland/mittendrin-landfrauen-101.html


LandFrauen unterstützen mit Spenden und Geschenken Flutopfer im Ahrtal

 

Einige Vertreterinnen des LandFrauenbezirks Achern waren am dritten Adventswochenende in Bad Neuenahr-Ahrweiler, um Spenden und Geschenke für Flutopfer zu überbringen. Es wurden neben über 50 Senioren, die zum größten Teil behelfsmäßig untergebracht sind, auch aktive Kinder der  Karnevalisten der KG „Bunte Kuh“ Walporzheim und Jugendliche der OKUJA (Offene Kinder- und Jugendarbeit Ahrweiler) mit Spenden, Präsenten und Gutscheinen bedacht. Neben selbstgenähten Kirschkern- und Lavendelsäckchen hatten die LandFrauen gehäkelte Socken und Stirnbänder sowie gestrickte Mützen und Schals dabei. Aber auch selbstgekochte Marmelade, Äpfel und Orangen sowie Schokolade gab es. Eine Witwe erhielt eine Waschmaschine. Alle Beschenkten erhielten zudem ein Kerzenlicht in Gläsern als Zeichen der Hoffnung in der Weihnachtszeit. Alle Beschenkten freuten sich sehr über die Gaben.

Dass dies möglich war, verdanken die LandFrauen vielen fleißigen Händen, Näherinnen und Spendern. Der Bezirk Achern möchte auf diesem Wege allen das Herzliche Dankeschön und die Freude der Menschen aus Ahrweiler weitergeben.

Neben der Weitergabe der Spenden und Präsenten wurden auch viele Gespräche geführt. Noch immer ist die Not im Ahrtal groß und doch sieht man schon die ersten Erfolge der vielen Helfer sowie der Bewohner vom Ahrtal, die ihre Ärmel hochgekrempelt und schon einiges erreicht haben. Die Menschen dort sind sehr dankbar für jede Hilfe und hoffen, dass man sie nicht vergisst. Daher werden die LandFrauen des Bezirks Achern weiterhin Kontakt halten und bei Bedarf gerne wieder spenden und helfen.

 


Sigrid Schmelzle bei Verbandsversammlung am 5. August 2021 im Kurhaus Titisee verabschiedet und geehrt


Bezirksversammlung mit Wahlen am Freitag, 18. Juni 2021

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Zeitungsartikel Bezirksversammlung Acher-Rench-Zeitung
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Zeitungsartikel Bezirksversammlung Badische Bauernzeitung
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Korken für Kork

 

Seit nunmehr zehn Jahren sammeln die LandFrauen des Bezirks Achern mit ihren Ortsvereinen Fautenbach, Lauf, Oberachern und Sasbachwalden Korken für Kork und in regelmäßigen Abständen zur Diakonie Kork gebracht. Kork ist ein Naturprodukt aus der Rinde der im westlichen Mittelmeerraum vorkommenden Korkeichen. Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte vergehen bis zu 35 Jahre. Danach dürfen die Stämme nur alle 9 bis 12  Jahre beerntet werden. Häufigeres Ernten in kürzeren Abständen schadet den Bäumen. Viel zu wertvoll ist daher der Rohstoff Kork, um ihn einfach wegzuwerfen. Im Ortenaukreis gibt es rund 130 Korksammeltonnen, zu denen jeder die Korken bringen kann. Auch wenn in den Werkstätten der Diakonie Kork der Korkrohstoff seit 2014 nicht mehr selber verwertet wird, so werden die gesammelten Korken an eine Partnerfirma verkauft. Dort werden sie wiederverwertet. Mit dem Verkaufserlös werden die Einrichtungen und die Arbeit mit epilepsiekranken Menschen mit Behinderung unterstützt. Nicht nur Nachhaltigkeit sondern auch der soziale Aspekt hatten die Landfrauen dazu bewegt, immer wieder Korken zu sammeln, betonte Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle bei der Corona-konformen Übergabe der Korken im Bauhof Achern an Werner Lehmann, Fachgebietsleiter Städtische Betriebe/Bauhof . Dieser freute sich sehr über die gesammelten Korken und nahm sie gern entgegen. Eine rote Tonne für die Entsorgung der in den Haushalten gesammelten Korken steht am Bauhof Achern (unter dem Schleppdach bei den Abfallmulden), Heid 40. Gerne können dort die gesammelte Korken aber auch an der Info-Theke im Rathaus Am Markt, Rathausplatz 1, abgegeben werden.


LandFrauenverband Südbaden:

Rosa Karcher als Präsidentin einstimmig wiedergewählt
Drei neue Mitglieder im Präsidium – drei langjährige Mitglieder verabschiedet
Rosa Karcher (Achern, Bezirk Achern, Ortenaukreis) wurde am 22. April in der Verbandsversammlung als Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden einstimmig wiedergewählt. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Versammlung samt Wahlen digital statt. Weitere Informationen dazu untenstehend:

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23.04.2021 Rosa Karcher als Präsidentin
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Bunt und vielfältig sind die Angebote der LandFrauen

 

Engagiert, kreativ und hoffnungsvoll gehen die Landfrauen das neue Jahr an. Waren doch durch die Corona-Pandemie zahlreiche Treffen und Veranstaltungen der Landfrauen ausgefallen. Was tun? Viel ging nur über das Internet oder das Telefon. Nun fand auch die jährliche Bildungsprogrammbesprechung nicht präsent sondern zum ersten Mal online statt. Bis auf das letzte Jahr trafen sich die Frauen aus der nördliche Ortenau und dem Kreis Bühl/Rastatt persönlich in Fautenbach. Insgesamt sechs Online-Besprechungen bot der LandFrauenverband Südbaden an. Erwartungsvoll saßen die Frauen von Offenburg bis Bühl zusammen mit Frauen aus den anderen Bezirken des Verbandes vor den Bildschirmen. Insgesamt gibt es 20 Landfrauenbezirke. Die Verbandsbildungsreferentinnen Claudia Ossa und Andrea Jansen hatten viel vorbereit. Jahresthema 2021 ist „Vielfalt bereichert – Gemeinschaft bewegt.“ Dazu gibt es Themen, die in diese Zeit passen. Wichtig sei „in Kontakt bleiben“. Einen kleinen Gruß senden, einen festlichen Abend online gestalten, ein Spieleabend auf Zoom oder einfach mal ein Ständchen vor der Haustür abhalten. Vorträge zu „Veränderung und Neubeginn“, „Ermutigung tut gut“ oder „Lebensfreude stärken“ sind möglich. „Gemeinsam in Bewegung kommen“ können die Landfrauen auch mit „Nachbarschaftliches Singen“, sportlicher Betätigung im Freien mit Abstand, gemeinsames Fasten mit Videochats, Stationenspaziergang in erlaubten kleinen Gruppen oder anderen kreative Veranstaltungen im Freien. Vielfältig und bunt sind die Angebote der Landfrauen. Zahlreiche Seminare runden das Programm der Landfrauen in diesem Jahr ab. Neben den Online-Seminaren „Starke Stimme – starker Auftritt“ am 5. und 22. November, „Von der Zuschauerin zur Filmemacherin“ am 21. April und 5. Mai und neu „Stärke deine Resilienz“ am 20. und 27. April sowie am 9. und 12. November gibt es auch Präsenzseminare wie „Stimme wirkt“, „Jetzt rede ich“, „Teamcoaching exklusiv“ und neu „Konflikte als Chance“ am 5. Februar 2022 in Gengenbach sowie „Meinen Möglichkeiten auf der Spur“ am 13. November in Fautenbach. Angeboten wird für alle Frauen, die sich politisch interessieren „Verschwörungstheorien und Populismus – eine Bedrohung für unsere Demokratie?“ am 24. April in Freiburg. Ab September 2022 findet wieder die „Ausbildung zur Übungsleiterin für präventive Gymnastik“ in Staufen statt. Von Herbst 2021 bis März 2022 wird die 12-tägige Schulung „Kompetent und effizient im Agrarbüro“ in Emmendingen angeboten. Dazu kommen noch Online-Vorträge wie „(Schwieger)mutter – (Schwieger)tochter ein starkes Team“ am 14. April sowie weitere Schulungen. In diesem Jahr gibt es auch wieder die deutschlandweiten Aktionstage der Landfrauen unter dem Thema „Verbraucherinnen wählen – Landfrauen klären auf“. Informationen zu Seminaren und Schulungen unter www.landfrauenverband-suedbaden.de.

 


 Online-Befragung zur bundesweiten Studie

Situation der Frauen in der Landwirtschaft

Der Fragebogen kann  online unter www.frauenlebenlandwirtschaft.de/uc/2020/ ,  ausgefüllt werden. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten und Forderungen für die Politik abzuleiten, müssen viele Bäuerinnen mitmachen – dabei sollten auch die Anliegen der südbadischen Bäuerinnen in den Ergebnissen Niederschlag finden.


Weihnachtsbrief von Präsidentin Rosa Karcher

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Politische Forderungen der LandFrauen für das Wahljahr 2021

In 2021 stehen Landtags- und Bundestagswahlen an: Die AG der drei LandFrauenverbände Baden-Württembergs hat ihre Forderungen an die Politikerinnen und Politiker formuliert.

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LandFrauen fordern: Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!

Petition unterschreiben, Link teilen und ein Zeichen setzen:

https://www.change.org/Geburtshilfe-im-ländlichen-Raum

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Kopf oder Bauch? Verstand oder „Würmli“? – Was ist richtig?

 

Ein Online-Vortrag mit Maja Storch zum Thema „Machen Sie doch, was Sie wollen!“.

 

 

„Spannend, interessant, einfach ein toller Vortrag, ich habe viel gelacht, ich habe viele gute Anregungen erhalten“: das sind nur einige Aussagen der Landfrauen des Südbadischen Raumes, die am Samstag an einem Online-Event ihres Verbandes teilnahmen. Und manche von ihnen bekam sogar Lust wieder mal einen Comic zu lesen. „Vielen Dank für die Wurmkur!“ Wurmkur?  Ja, es war wirklich eine Wurmkur. Mit Psychologin Maja Storch als Referentin zum Thema „Machen Sie doch, was Sie wollen“ hatte der Verband einen wahren Glücksgriff gemacht. Schade nur, dass sich die Frauen nicht persönlich treffen konnte aufgrund der neuen Corona-Verordnungen. So fiel deswegen der Delegiertentag am 7. November aus. Maja Storch selbst sagt, dass sie von Beruf Erfinderin ist: „Ich liebe es, neue Dinge zu denken und meine Gedanken in die Praxis umzusetzen“. Und besonders viel Spaß hat sie dabei, komplizierte Sachverhalte einfach zu vermitteln. So ist der Wurm beziehungsweise das „Würmli“ eine Metapher für das emotionale Erfahrungsgedächtnis oder auch für den sogenannten somatischen Marker. Das Bauchgefühl „Würmli“ ist evolutionär älter als der Verstand und verarbeitet im Gegensatz zu diesem die Informationen rasend schnell. „Innerhalb von 200 Millisekunden antwortet es auf Reize mit einer Körperreaktion oder einem Gefühl.“ Maja Storch nennt das Gefühl „Grmpfl“, denn der Wurm kann sich sprachlich nicht ausdrücken, er meldet nur sein Unbehagen so ähnlich wie bei Comic-Sprechblasen. Wer kennt denn nicht solche Grmpfl-Gefühle? Sie sind negativ und können von anderen ausgelöst werden, von Grimpfl-Nachbarn, Grmpfl-Verwandten oder Grmpfl-Themen. Bilden Verstand und somatischer Marker eine Einheit, führt dies zu psychischem Wohlbefinden. Doch so einfach ist das nicht. Oft wird das Würmli richtiggehend an die Kette gelegt und gewürgt. Manche Menschen sind richtig Meister im „Wurmwürgung“. Das ist aber ungesund. Es gilt eine Lösung zu suchen. Anhand von zwei Geschichten erklärte Maja Storch die Arbeit und Reaktion des Würmli sowie Lösungsmöglichkeiten durch einen Ideenkorb bis das Würmli „Bingo“ macht. Eine kleine Empfehlung gab sie den Frauen mit auf den Weg: „Führen Sie ein Wurm-Log und schreiben sie auf, wann das Würmli frei und wann es gewürgt wird“.  Dann nach Lösungen suchen und vielleicht gerade jetzt vor Weihnachten nach den Grimpfl-Gefühlen suchen und denen entgegenwirken. Durch den Nachmittag führte Brigitta Klemmer, Geschäftsführerin des LandFrauenverbandes Südbaden. Der Vortrag dauerte rund 50 Minuten und in der Pause machte Bildungsreferentin Andrea Jansen mit den Frauen vor dem Bildschirm wohltuende Gymnastik. Rosa Karcher, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden, begrüßte zu Beginn der Veranstaltung die rund 150 angemeldeten Teilnehmerinnen. Sie erinnerte an die Gemeinschaft der Landfrauen, an die vielen Ideen der Frauen, die viele ihrer Programmpunkte bedingt durch Corona ins Freie verlagert hatten, an die begonnen Schulungen und die verschiedenen Online-Seminare. Außerdem wies sie auf die kommenden Land- und Bundestagswahlen im nächsten Jahr hin sowie auf die politischen Forderungen der drei LandFrauenverbände Baden-Württembergs, die auf der Homepage des Verbandes nachzulesen sind. „Die Themen, die uns bewegen, sind vielfältig“, unterstrich sie, „aber gemeinsam erreichen wir mehr“.


Pressemitteilung 556/2020

 

Landrat und Landfrauen im Dialog

Corona, Mobilität und Breitband im Mittelpunkt der Stippvisite von Landrat Frank Scherer auf dem Kasperhof in Schuttertal

 

Offenburg, 15. Oktober 2020 – Es ist zu einer guten Tradition geworden: Einmal im Jahr treffen sich Landrat Frank Scherer und die Ortenauer Landfrauen, um sich über aktuelle Themen des Ländlichen Raums, der Landwirtschaft, der Ernährung und des Verbraucherschutzes auszutauschen. Auch beim diesjährigen Treffen auf dem Kasperhof im Schuttertal erhielten der Landrat sowie die Bezirksvorsitzenden der Ortenauer Landfrauen um die Südbadische Landfrauenpräsidentin, Rosa Karcher, facettenreiche Einblicke in die Struktur des landwirtschaftlichen Betriebs und diskutierten derzeitige Entwicklungen und Anliegen. Im Fokus dabei standen neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Erzeuger und Märkte auch die Mobilität auf dem Land und der Ausbau der Breitbandinfrastruktur.

 

So schilderten die Landfrauen die immensen Herausforderungen, denen sich die Höfe in Folge der Corona-Pandemie konfrontiert sehen, insbesondere der bürokratische Aufwand und die finanziellen Mehrkosten beim Einsatz von Erntehelfern und die zwischenzeitlichen gravierenden Umsatzrückgänge bei den Ferienwohnungen und in der Hofgastronomie. „Die Landwirtschaft gehört zu den prägenden Branchen in der Ortenau. Sie hat die Corona-Pandemie mit voller Wucht zu spüren bekommen“, so Landrat Frank Scherer. Der Ortenaukreis kenne die Sorgen der Hofinhaber und stehe diesen auch weiterhin mit vielfältigen Angeboten zur Seite. So habe man beispielsweise gleich zu Beginn der Krise eine Onlineplattform für Direktvermarkter und Gastronomiebetriebe ins Leben gerufen und eine landesweite Jobbörse für Erntehelfer unterstützt.

Einigkeit bestand darüber, dass die Corona-Pandemie einen Digitalisierungsschub ausgelöst hat. „Im September hat die vom Landkreis 2017 gegründete Breitband Ortenau mit dem Netzbetreiber Vodafone einen Vertrag abgeschlossen. Wir arbeiten mit voller Kraft am schnellen Internet für alle und werden die sogenannten weißen Flecken, also die mit Breitband unterversorgten Bereiche des Kreises, bis Ende 2025 ausgebaut haben“, bekräftigte der Landrat.

Auch was die Mobilität auf dem Land anbetrifft, stießen die Landfrauen auf offene Ohren. „Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, die Mobilität im Ländlichen Raum weiter voranzubringen“, erklärte Scherer. Der Landkreis investiere umfassend in die Verbesserung der ÖPNV-Angebote, in attraktive Preise wie zum Beispiel das Schülerticket ohne Zonenbegrenzung für 30 Euro oder auch in eine Mobilitäts-App für Jugendliche.

Angesprochen auf die Fahrplanänderungen, von denen besonders das Renchtal und der Bereich Sasbachwalden betroffen seien und durch die Anschlüsse verpasst werden und Schüler verspätet zum Unterricht kommen, wies Landrat Scherer darauf hin, dass dies zwar nicht im Zuständigkeitsbereich des Ortenaukreises liege, die Problematik allerdings bekannt sei. „Das Amt für Straßenverkehr und ÖPNV hat dieses Thema aufgegriffen und gemeinsam mit den betroffenen Kommunen und Verkehrsbetreibern Lösungen erarbeitet. Pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember werden die Fahrpläne wieder aufeinander abgestimmt sein, sodass die Anschlüsse passen und die Schüler und Pendler wieder ihre gewohnten Verbindungen nutzen können“, versicherte der Landrat.

Bei einer Betriebsbesichtigung gab es zudem Wissenswertes zum Kasperhof, der von Brigitte und Martin Müllerleile in neunter Generation bewirtschaftet wird. Schwerpunkte des Betriebes sind neben 28 ha Waldflächen, 18 ha Grünlandflächen und 6 ha Ackerbau die Haltung von Mutterkühen, Jung- und Mastvieh sowie Mastschweinen. Da der Betriebsinhaber auch Metzgermeister ist, werden die Tiere stressfrei im eigenen EU-zertifizierten Schlachtraum geschlachtet. Hofbesitzerin Brigitte Müllerleile ist Betriebswirtin, Hauswirtschafterin und Kräuterpädagogin, was im breiten Angebot des Hofladens zur Geltung kommt.


Vereine in Zeiten des Corona-Virus

Gemäß "Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO)" vom 17.3.2020 sind unter anderem Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen untersagt.  Das betrifft alle Veranstaltungen der LandFrauenvereine und des Verbandes sowie seines angeschlossenen Bildungswerks. Sämtliche bis Ende April (vorbehaltlich auch bis Ende Mai) anstehenden Versammlung, Termine und Sitzungen der Vereine sowie Gremiensitzungen des Verbandes sowie Seminare und Kurse des Bildungs- und Sozialwerks des LandFrauenverbandes Südbaden e. V. abgesagt. Die angemeldeten Teilnehmerinnen wurden von uns informiert. 


Liebe LandFrauen,
eigentlich war alles ganz anders geplant. Noch vor wenigen Wochen sind wir mit unserem neuen Jahresthema 2020/2021 gestartet: „Vielfalt bereichert - Gemeinschaft bewegt“. Vier Worte, die nicht besser ausdrücken können, was uns LandFrauen ausmacht. Mit dem neuen Jahresthema waren schon etliche Veranstaltungen geplant und auch die Ortsvereine hatten wieder ein buntes und vielfältiges Bildungsprogramm zusammengestellt. Doch dann kam alles anders und schweren Herzens mussten wir ausgebuchte Seminare, Bildungsprogrammbesprechungen und wichtige Gremiensitzungen absagen. Auch als Bildungsträger macht uns das wirtschaftlich zu schaffen.


Mittlerweile ist Jede und Jeder von der Krise in irgendeiner Weise betroffen, sei es gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich oder alles zusammen. Viele Menschen haben Zukunftsängste. Manche treibt die Sorge um, ob der Arbeitsplatz erhalten bleibt. Selbständige, Freiberufler und besonders Kleinunternehmer fragen sich, wie lange sie die Ausnahmesituation finanziell überstehen können. Nach der ersten Schockstarre gilt es jetzt aus der Situation neu zu agieren, trotz der schwierigen und ungewissen Zeit.
Wir erleben derzeit auch ungeahnte Entwicklungen. In Windeseile entstehen neue Online-Plattformen, um Produkte anzubieten. Unternehmen stellen im Eiltempo Fertigungen um und aus der Not heraus werden neue Ideen entwickelt, beispielsweise für medizinische Produkte, die gerade gebraucht werden. Auch das Krisenmanagement rund um das Gesundheitssystem läuft mittlerweile auf Hochtouren.
In dieser Ausnahmesituation ist jetzt besonders der gesellschaftliche Zusammenhalt gefragt. Und das ist die Stärke von uns LandFrauen. In der Gemeinschaft aktiv zusammenzustehen – jetzt erst recht: sich gegenseitig unterstützen und Solidarität und Verantwortung übernehmen. Und wer mit offenen Augen durchs Leben geht, der tut das auch jetzt. Dafür gibt es vielfältige Beispiele, wo LandFrauen im gesellschaftlichen Umfeld unterstützen, sei es beim Einkaufen für ältere Menschen, eine Kinderbetreuung für eine alleinerziehende Pflegerin oder gar Schutzmasken nähen. Von einigen Bäuerinnen weiß ich, dass sie Hilfsangebote aus der Bevölkerung erhalten und damit wohltuende Solidarität erfahren – auch wenn es teils nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeutet. Ein sehr wirkungsvoller Beitrag ist natürlich weiterhin daheim zu bleiben und damit die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Auch im Kleinen gibt es vielfältige Möglichkeiten zu unterstützen. Immer wieder wird darauf verwiesen soziale Kontakte zu vermeiden, doch das ist eigentlich nicht richtig, weil es lediglich darum geht, „körperliche Distanz“ zu wahren. Soziale Kontakte funktionieren auch weiterhin wunderbar über Telefon, E-Mail, per Post oder mit Distanz über den Gartenzaun.
Man hat das Gefühl, dass in der Krise die Menschen näher zusammenrücken, das macht Mut und gibt Hoffnung. Und mancher wünscht sich schon jetzt, dass das bleibt, wenn Corona irgendwann wieder vorbei ist. Insofern entwickeln sich aus Krisen auch neue Chancen. Selbstverständlich werden wir uns nach der ersten Krise weiterhin überall dafür einsetzten, wo dramatische wirtschaftliche Folgen nachwirken und uns für die Nöte und Sorgen unsere Mitglieder vehement einsetzen.
Bleiben Sie gesund!
Ihre
Rosa Karcher
Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden


 

Großer LandFrauentag in Linx –  „Glücklichsein ist eine Wahl“

 

„Glücklich sein bedeutet nicht das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen“, betonte Ingrid Schwörer, Vorsitzende des Landfrauenbezirks Kehl, in ihrer Ansprache beim Großen Landfrauentag in der vollbesetzten Hans-Weber-Halle, Rheinau-Linx (Ortenaukreis). Sich eine kleine Auszeit zu nehmen, gehöre auch zum Glücklichsein, meinte sie. Überhaupt stand das Glück im Zentrum des Nachmittags, denn Referentin Silke Naun-Bates erzählte in ihrem Vortrag „Glücklichsein ist eine Wahl“ sehr humorvoll, aber auch sehr berührend aus ihrem Leben.

Doch zuerst ließ Ingrid Schwörer das vergangene Jahr in Bild und Wort Revue passieren. Sie erinnerte unter anderem an das 70jährige Jubiläum des Landfrauenverbandes Südbaden, an das Gespräch mit Dezernent Holger Schütz, die Oberrheinmesse und an den Volksantrag, der mit 90 000 Unterschriften an den Landtag übergeben werden soll. Sie lud ein zur Fahrt zum deutschen Landfrauentag am 1. und 2. Juli nach Essen  sowie zum internationalen Fachkongress am 14. Mai in Überlingen. Bürgermeister Michael Welsche lobte die Landfrauen als Impulsgeber des ländlichen Raumes. Als starke Gemeinschaft sieht Landtagsabgeordneter Willi Stächele die Frauen. Als neue Dezernentin für den ländlichen Raum stellte sich Diana Kohlmann vor, die auch weiterhin die gute Zusammenarbeit mit den Landfrauen fortführen möchte. Stefan Schrempp unterstrich als Geschäftsstellenleiter des BLHV Achern die enge Verbindung zu den Landfrauen, die sehr kreativ mit ihren Aktionen zum Volksantrag gewesen waren und damit ein sehr starkes Zeichen gesetzt hatten. Allein aus dem Bezirk Achern seien 18 000 Unterschriften gekommen. Artenschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit seien eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, unterstrich Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden. Viele politische Herausforderungen hätten die Landfrauen gemeistert und mit dem neuen Jahresmotto 2020/2021 „Vielfalt bereichert – Gemeinschaft bewegt“ werde das ausgedrückt, was die Landfrauen ausmache. Sie stellte noch kurz das neue Seminar „Mut zur Existenzgründung“ vor, bevor sie die Zertifikate zum Coaching „Mein Hof-/Dorfladen: einzigartig und erfolgreich“ an Birgit Burkart, Marianne Diebold, Birgit Müller, Hilde Schindler-Spraul und Susanne Vierthaler übergab. Silke Naun-Bates ist Autorin, Ehefrau und Mutter. An und für sich nichts Ungewöhnliches. Doch im Alter von acht Jahren geht sie mit ihrer Schwester und dem innig gewünschten Hund „Richie“ spazieren. An einem Bahnübergang reißt sich der Vierbeiner los. Sie rennt hinterher, rutscht auf den Bahnschienen aus und schlägt sich das Knie auf. Sie hört nur noch wie ihre Schwester ruft: „Silke pass‘ auf, der Zug!“, dann versinkt alles im Dunkel und sie wacht im Krankenhaus auf. Um ihr Leben zu retten, mussten die Ärzte ihr beide Beine abnehmen. Alle Prognosen der Ärzte führte sie ad absurdum: lebenslanger Pflegefall, keine Partnerschaft, keine Kinder, nur Bürojob. Heute ist sie zum zweiten Mal verheiratet, hat zwei Kinder und ist selbständig. Rutschhosen schenkten ihr Bewegungsfreiheit, Erlebnisse wie Paragliding und Monoski lernten sie, Hilfe anzunehmen und der Krebstod ihrer Schwester sowie der Tod einer Freundin  zwangen sie, sich mit ihrem Innersten auseinanderzusetzen. Auch den Zuhörern gab sie einiges von ihren Erfahrungen mit auf den Weg. Wichtig sei eine Situation voll und ganz anzunehmen, persönlich Verantwortung zu übernehmen. Welche Werte möchte ich leben? Was hat wirklich eine Bedeutung für mich? Für was stehe ich jeden Morgen auf? Vier Glücksschätze tragen sie. Das seien Dankbarkeit, Freude, Humor und Mut. „Nimm dich und das Leben wichtig, doch nimm beides nicht zu ernst“, betonte sie und ließ die Frauen das Lied „Wofür brennst du“ hören. Zum Schluss des Nachmittags brachte die Tanzgruppe „herzige Mädels“ Sonnenschein in die Halle mit ihren zwei Tänzen und begeisterten die Gäste. Dann galt es nur noch Dank zu sagen an alle Helferinnen und Helfer durch Annette Sänger, stellvertretende Bezirksvorsitzende, Ortsvorsitzende und Ortsvorsteherin von Linx


Bezirkslandfrauentag begeisterte mit toller Referentin

 

Kurzweilig und mit einer tollen Referentin begeisterte der Bezirkslandfrautentag Achern im Kurhaus „Alde Gott“ in Sasbachwalden. Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle hielt, unterstützt von Bildern, Rückblick. Vor allem die Aktionstage „Landfrauen zeigen Flagge“ bestimmten das vergangene Jahr mit einer Fahrradtour zur Marktscheune Berghaupten und  den Beginn des Volksantrags auf dem Bienenbuckel in Oberachern. Aber auch Gespräche mit politischen Vertretern wurde immer wieder gesucht, um sich für den ländlichen Raum stark zu  machen. In diesem Jahr bietet der Bezirk eine Fahrt zum deutschen Landfrauentag am 1. und 2. Juli nach Essen an. Bürgermeisterin Sonja Schuchter schätzt sehr, was die Landfrauen für die Region machen und lobte ihr Engagement. Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden, ging auf das Jubiläum des Verbandes im vergangen Jahr ein und auf zahlreiche politische Herausforderungen auf politischer Ebene. Insgesamt  84 128 Unterschriften zum Volksantrag  wurden an Minister Peter Hauk übergeben. Ein historischer Tag für Baden-Württemberg, es war der erste Volksantrag, der im Land eingereicht wurde. Der Kreisverbandsvorsitzende des BLHVs Thomas Huschle skizzierte die Existenzsorgen vieler Landwirte  und  plädierte für ein klares Zeichen für die heimische Landwirtschaft. Luzia Bollack-Beuschlein, Leiterin des Ernährungszentrums Offenburg, gab einen Rück- und Ausblick auf die verschiedenen Aufgaben und Aktionen des Zentrums. Landtagsabgeordneter Willi Stächele dankte den Landfrauen dafür, dass sie Verantwortung tragen für den ländlichen Raum.  Humorvoll, aber doch berührend war der Vortrag von Heike Malisic aus Oberkirch-Bottenau zu dem Thema „Lebe leichter, lass los, was dich beschwert“.  Mit ihrem Redetalent, ihrer humorvollen Art, aber auch mit ihrer Offenheit riss sie die Besucherinnen mit und berührte mit Erzählungen aus ihrem Leben.  Es ging nicht um Diäten oder andere Arten des Abnehmens, wie der Titel vermutet ließ, sondern um das, was einen beschwert. Dazu gehören auch die Sorgen im Alltag, Erfahrungen aus Kindheit, Jugend und erwachsenem Leben oder Krankheiten. Alles hinterlässt Spuren, die das eigene Handeln beeinflussen und als kleine Päckchen in einem Rucksack mitgeschleppt werden. Aber was kann ich tun, um die Dinge, die mich beschweren loszulassen? Da gehe jeder anders damit um. Sie selbst, habe durch ihre Beziehung mit Gott, viele Schwierigkeiten und Hindernissen im Leben umschifft. „Einfach mal zur Ruhe kommen und reflektieren“, empfahl die Referentin. Ebenso helfe aktives Vergeben, nicht nur anderen, auch sich selbst. Einfach die Perspektive wechseln, helfe schon viel. Krankheiten und Kleinigkeiten loslassen, das erfahre sie immer wieder im Gebet. „Manchmal ist die Heilung oder Hoffnung nur ein Gebet weit entfernt, dabei verlierst du nichts, aber gewinnst sehr viel“, unterstrich sie. Inspirierend ging ihr für viele Frauen sehr wertvoller Vortrag zu Ende mit der Zusage Gottes: „So weit der Osten vom Westen entfernt, so weit ist die Schuld, die Gott vergibt“. Zum Schluss bedankte sich Christine Beuter, Vorsitzende der Landfrauen Sasbachwalden, bei den vielen Helfern und lud zum Themenfrühstück am 29. Februar in den Ratssaal im Rathaus Sasbachwalden ein.


LandFrauen des Bezirks Achern zeigen Flagge und setzen ein Zeichen für den Volksantrag „Gemeinsam unsere Umwelt schützen in Baden-Württemberg“

 

 
 

 

Arten- und Umweltschutz ist wichtig, das ist den LandFrauen des Bezirks Achern klar. Auch bei ihnen steht der Erhalt unserer Welt für die kommenden Generationen im ‚Fokus. Nicht vergessen sie dabei aber die regionale Landwirtschaft. Durch das Volksbegehren „Pro Biene“ und die sich daraus resultierende Kritik in vielen Verbänden, ist es gerade den LandFrauen ein Anliegen hier Alternativen aufzuzeigen, damit das Artensterben aufgehalten und die Biene gerettet werden kann, ohne dass die regionalen Landwirtschaftsbetriebe ihre Existenzgrundlage verlieren. Ist es denn klimaneutral, wenn Fleisch, Milch, Obst und Gemüse in Zukunft nicht mehr vom heimischen Bauernhof um die Ecke sondern aus Spanien, China oder Südamerika kommen? Haben die dortigen Lebensmittel den gleichen hohen Standard wie in Baden-Württemberg? Das sind nur einige Fragen, die sich die LandFrauen stellen und die Rosa Karcher, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden, aussprach auf dem Bienenbuckel in Oberachern. Dort trafen sich die Frauen aus Oberachern, Fautenbach, Lauf und Sasbachwalden um ein Zeichen zu setzen für den Volksantrag „Gemeinsam unsere Umwelt schützen in Baden-Württemberg“. Der Bienenbuckel ist symbolträchtig. Hier in den Reben sieht man über die Rheinebene bis hin in die Vogesen. Der Blick fällt dabei auf die vielen Streuobstwiesen. Ein herrlicher Anblick, vor allem jetzt im Herbst mit seinen bunten Farben. Viele erinnern sich an die Genüsse, die uns diese Landschaft beschert, die auf ein funktionierendes Ökosystem angewiesen ist. „Artenschutz ist nur mit der Landwirtschaft möglich“, betonte Rosa Karcher. Zusammen mit der Bezirksvorsitzenden Sigrid Schmelzle und Initiatorin Sabine Fuß wollte sie Flagge zeigen. Rosa Karcher erklärte den LandFrauen die Bedeutung des Volksantrags, seine Intentionen und wie man sich beteiligen kann. Der Volksantrag wurde gemeinsam von den Bauernverbänden Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) und Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband (BLHV) zusammen mit dem Badischen Weinbauverband und dem Landesverband Erwerbsobstbau Baden-Württemberg (LVEO) initiiert und im Landtag eingereicht. Er enthält konkrete Vorschläge und Forderungen wie Stopp dem Flächenfrass, Stärkung der Regionalität, mehr vertraglicher Artenschutz, nachhaltiger Schutz von Streuobstwiesen, umweltschonender Pflanzenschutz sowie Schutz bäuerlicher Familienbetriebe. Mit einer Unterschrift wie bei vielen Unterschriftensammlungen ist es beim Volksantrag leider nicht getan. Es ist ein einseitiges Formular, das jeder Wahlberechtigte bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg unterzeichnen kann. Er muss deutsche Staatsbürger und mindestens 18 Jahre alt sein sowie seinen Erstwohnsitz in Baden-Württemberg haben. Alle Felder im Formular müssen persönlich ausgefüllt und unterschrieben werden. Das Formular kommt dann zum Rathaus der Wohngemeinde und wird dort geprüft. Da die Landfrauen den Antrag unterstützen, sammeln diese in ihren Vereinen die Formulare und bringen sie gemeinsam zum Rathaus. Am 17. Oktober hat die Unterschriftensammlung begonnen und dauert maximal ein Jahr. Rosa Karcher hofft, dass die nötigen 40 000 Unterschriften früher zusammenkommen und der Landtag sich damit beschäftigen muss, um daraufhin Strategien zum Erhalt der Artenvielfalt und der regionalen bäuerlichen Landwirtschaft entwickle. Sie unterstrich nochmals, dass der Volksantrag weit über das Eckpunktepapier der Landesregierung hinausgehe. Natur- und Artenschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Weitere Informationen gibt es unter www.volksantrag-gemeinsam.de.

 


Heiß begehrt: Torten und Kuchen der Landfrauen aus dem Bezirk Achern

 Ein voller Erfolg war in diesem Jahre der Kaffee- und Kuchenverkauf bei der Oberrheinmesse für die LandFrauen des Bezirks Achern. Insgesamt 50 Torten und Kuchen hatten die Frauen aus den Ortsvereinen Fautenbach, Lauf, Oberachern, und Sasbachwalden gebacken. Die hausgemachten Spezialitäten kamen sehr gut an. „Ich komme nur wegen der Schwarzwälder Torte der Landfrauen“, erklärte ein Besucher den Frauen und genoss dann ein Stück mit viel Vergnügen. Viel Lob gab es von allen Seiten für die Köstlichkeiten. „Schwarzwälder“, „Käsekuchen“,  „Käse-Sahne-Torte“, „Heidelbeerkuchen“ und viele mehr waren heißbegehrt. Begeistert waren die Besucher auch vom neuen Stand, der nun viel mehr Platz zum Aussuchen der Kuchen, aber auch zum Sitzen und Genießen bot.


„LandFrauen zeigen Flagge“ mit einer Fahrradtour

 

 

 

Die LandFrauen aus dem Bezirk Achern zeigten Flagge im Rahmen der Aktionstage des Deutschen LandFrauenverbandes mit einer gemeinsamen Radtour. Die Fahrräder schmückten sie mit Fähnchen des Deutschen LandFrauenverbandes und sie hatten sogar eine größere Fahnen dabei, damit sie auf die LandFrauen und ihre Arbeit für den ländlichen Raum aufmerksam machten konnten. So waren sie auch gerüstet für Gespräche unterwegs. Die Frauen starteten bei optimalem Fahrradwetter, von Achern über Rheintal- und Kinzigtalradweg nach Berghaupten zur Marktscheune. Eine schöne, abwechslungsreiche und entspannte  Fahrt erlebten die Radlerinnen. Unterwegs gab es viele landwirtschaftliche Kulturen der Vorgebirgszonen  zu bewundern und vorherbstlicher Duft aus den Weinbergen, Streuobstwiesen und Grünland einzuatmen. In vollem Gange war schon die Apfelernte. Die Natur hautnah erleben und dabei mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, war ein tolles Erlebnis. Wunderschönes Blätterdach über einer Hohlgasse, tolle Aussichten  auf die Hornisgrinde, Straßburg und das Ortenberger Schloss entlang des Weges rundeten diese Tour perfekt ab. Pünktlich zur Mittagszeit waren alle Radlerinnen mit und ohne Motor in Berghaupten gemeinsam angekommen.  Dort folgte eine ausgiebige Mittagspause mit regionalen Genüssen. In der Marktscheune gab es ein spontanes Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Marion Gentges, die zufällig in der Marktscheune war. Anschließend fuhren die LandFrauen wieder  gemütlich nach Achern zurück. Zum Abschluss  gab es noch ein Eis für jede. Die  Fahrstrecke betrug  rund 80 Kilometer. Alle genossen diesen erholsamen Tag, der sich wie ein Urlaubstag anfühlte.

 

Das Fahrradfieber schwappte über, so dass sich alle einig waren, für das  nächstes Jahr eine weitere Tour zu planen. Dank dem Organisationsteam, an der Spitze Constanze und Angelika Bruder sowie Sigrid Schmelzle und Marianne Ganter, war es eine sehr gut  vorbereitete  Fahrt, bei der nichts fehlte. Es hatte alles sehr gut geklappt und besonders das ortsübergreifende Angebot und die tolle Gemeinschaft wurden von allen teilnehmenden Frauen sehr gelobt.

 


Volles Haus beim Kinofilm der LandFrauen im Tivoli

 

 

 

Groß war der Ansturm beim Kinoevent der LandFrauen Bezirk Achern. Die LandFrauen des Bezirks Achern sind Kooperationspartner des Kommunalen Kino Achern. Damit möchten sie den Erhalt des Kinos in der Stadt maßgeblich unterstützen. Dazu gehört auch, dass die LandFrauen einmal im Jahr ein Kinoabend organisieren mit einem Film, der Frauen anspricht. Mit der französischen Tragikomödie  „Madame Aurora und der Duft von Frühling“ hatten die Frauen ins Schwarz getroffen. Der Kinosaal füllte sich schnell. Und die Frauen zeigten sich begeistert von dem Film um  Aurore (Agnès Jaoui), die trotz der Trennung von ihrem Mann, eigentlich bisher ganz glücklich war mit ihrem Leben und den beiden erwachsenen Töchtern Sarah (Sarah Suco) und Lucie (Lou Roy-Lecollinet). Doch dann wirbelt das Leben doch einiges durcheinander. Ihre älteste Tochter wird schwanger, sie kündigt ihren Job und die Wechseljahre setzen ihr gewaltig zu. Doch da trifft sie zufällig ihre große Jugendliebe Christophe (Thibault de Montalembert) wieder und beschließt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist Zeit für einen Neustart! Dabei helfen Aurores Freundin Mano (Pascale Arbillot) und ihre beiden Töchter sehr.  Die Zuschauerinnen tauchten ein in eine Welt, die manche doch schon so ähnlich kannten oder die noch vor ihnen liegt. Sicherlich leben Frauen jenseits der 50 in Frankreich schon etwas anders als in Deutschland. Jedoch Wechseljahre, das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden, zu alt für einen Job zu sein, in dem nur Jugendwahn herrscht, kennt frau auch hier. Aurora ist der Mittelpunkt des Filmes. Trotz dem vielen Witz und Humor, gibt es auch leise und berührende Momente, wie in der Alters-WG, in der Aurora anfängt zu arbeiten oder als ihr Enkelkind geboren wird. Frauen jeden Alters berühren sich, sind mit einander verwoben und so scheint es, dass es gar keinen Unterschied macht, ob du am Anfang oder Ende deines Lebens steht. Das Leben zu meistern, dazu gehört eine Portion Mut und Neugier sowie ein Gespür für die leisen Zwischentöne des Lebens. „Der Film war toll“, sagte Theresa, „aber eins ist sicher, in Frankreich möchte ich nicht alt werden.“  „Mir haben vor allem das Spiel der Hauptdarstellerin gefallen und die typischen Anzeichen der Wechseljahre“, so Susanne, „das ist genau wie bei mir.“  Auch Rita war einmal an einem Wendepunkt ihres Lebens: „Der Film macht Mut, weiterhin neues zu probieren und nicht in Depressionen zu versinken und  alle anderen für sein Unglück verantwortlich zu machen.“

 


Erfolgreicher Bezirks-LandFrauentag mit Schwester Teresa

 

Im Mittelpunkt des Bezirkslandfrauentags in der Neuwindeckhalle Lauf stand der humorvolle und sehr inspirierende Vortrag „Jeder ist normal, bis du ihn kennst - von der spirituellen Kraft Menschen zu (er)tragen ohne den Humor zu verlieren“ von Schwester Teresa sowie in Reden und Grußworten „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“. Bezirksvorsitzende Sigrid Schmelzle unterstrich, dass auch heute noch Frauen einiges erreichen müssten wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie das Bekämpfen von Frauen- und Menschenrechtsverletzungen. Sie gab einen Rück- und Ausblick auf die viele Aktionen und Seminare. Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden,  ermutigte die Frauen für die Kommunalwahl zu kandidieren, genauso wie Bürgermeister Oliver Rastetter. Er lobte die enormen Leistungen sowie das Engagement der Landfrauen. Luzia Bollack-Beuschlein, Leiterin des Ernährungszentrums Offenburg, gab einen Überblick auf die verschiedenen Aufgaben und Aktionen des Zentrums und lud zum Großen Landfrauentag am 6. März nach Appenweier ein. Stefan Schrempp, Geschäftsführer Bezirksgeschäftsstelle BLHV Achern, fragte nach, was unsere Nachfahren in 100 Jahren sehen werden. Kurz ging er noch auf das neue Verpackungsgesetz ein. Als „deutsche Antwort auf Sister Act“, wie sie eine deutsche Zeitung titulierte, war Schwester Teresa Zukic schon vor „Sister Act“ da. Sie riss die Besucher des Bezirkslandfrauentages durch ihr Redetalent, ihren Humor, ihre Offenheit und ihre Begeisterung mit. „Ich war mal Badische Meisterin im Fünfkampf“, erzählte sie augenzwinkernd und ergänzte schmunzelnd: „aber das sehen sie heute nicht mehr.“  Gelächter füllte die Halle und nicht zum letzten Mal an diesem Nachmittag. Sie erzählte anschaulich aus ihrem Leben und wie sie eine Nonne zum Anfassen wurde. „Dinge kann man umtauschen, Menschen nicht. Jeder Mensch ist einzigartig“, betonte die gebürtige Kroatin. Kränkungen habe auch sie am eigenen Leib erfahren, aber „ab heute kränkt mich keiner mehr“. Wie gehe ich mit einer Kränkung, einer Verletzung um?  Jeder entscheide selber, wie lange er sich verletzt fühle. „Ich ärgere mich! Stopp! Das ist es nicht wert!“ unterstrich Schwester Teresa. „Gehen sie hin, stellen sie denjenigen, der sie gekränkt hat, unter vier Augen zur Rede und versuchen sie sich mit ihm zu versöhnen“, empfahl sie ganz nach dem Motto der Bergpredigt. Vergebung sei wichtig. Negative Gedanken führten zu negativen Gedanken. Lachen sei daher die beste Waffe. Wer lacht, könne nicht gleichzeitig aggressiv sein. „Eine sanfte Stimme bricht dem Teufel den Hals“, erklärte sie. Lachen sei die beste Medizin und mit viel Humor können wir viele Situationen meistern, so ihr Rezept. Mit den Schlussworten „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machten“, bedankte sich Sabrina Steimel vom Vorstandsteam der Landfrauen Lauf bei den vielen Helfern und Besuchern.